Share this emailCopy the public link or share it on your favorite channel.
Liebe Denkmalenthusiasten und Haus Haan Fans!
Die Winterpause der Arbeiten auf der Baustelle ist bereits seit einigen Wochen beendet. Seither geht es wieder in kleinen stetigen Schritten weiter mit der Sanierung dieses außergewöhnlichen Denkmals.

Während der Wintermonate haben die Bemühungen um die Sanierung allerdings nicht geruht, sondern sich auf die Planung und Vorbereitung der anstehenden Arbeiten konzentriert. Vor allem konnten Absprachen mit der Unteren und Oberen Denkmalbehörde einvernehmlich abgeschlossen werden, die nun praktisch umgesetzt werden. Auch die Möglichkeit einer finanziellen Unterstützung durch die Bezirksregierung Düsseldorf wurde durch die Erarbeitung einer sehr umfangreichen Kostenplanung gewahrt, so dass nun täglich der erhoffte Förderbescheid eingehen könnte.
Eine weitere Neuigkeit ist, dass der Ende 2024 gegründete Förderverein Haus Haan nicht nur ins Vereinsregister eingetragen werden konnte und seither den Zusatz „e.V.“ trägt, sondern vor allem auch die Anerkennung seiner Gemeinnützigkeit durch das zuständige Finanzamt Kleve. dadurch ist der Verein dazu berechtigt, steuerabzugsfähige Zuwendungsbescheinigungen (landläufig „Spendenquittungen“ für Zuwendungen auszustellen. Unterstützer, die Finanzmittel, Materialien oder auch Arbeitsleistungen für die Sanierung von Haus Haan zur Verfügung stellen, können nun für den entsprechenden Betrag bzw. Gegenwert eine Zuwendungsbescheinigung erhalten. Diese kann vom zu versteuernden Einkommen abgezogen werden, so dass in der Folge weniger Steuern fällig werden.

Eine für alle Beteiligten erfreuliche Möglichkeit Gutes zu tun und gleichzeitig Steuern zu sparen.
Sehr gefreut haben sich vor allem die Mitglieder des Fördervereins über die Bereitschaft von Frau Dr. Barbara Hendricks (Bundesministerin a.D.), die in der dritten Regierung von Dr. Angela Merkel Ministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit war, die Schirmherrschaft über die Sanierungsarbeiten von Haus Haan zu übernehmen. Diese Bereitschaft unterstreicht zweifelsfrei die Bedeutung dieses Baudenkmals und hilft dadurch auch bei den Bemühungen weitere Unterstützer für das Sanierungsvorhaben zu gewinnen. Das Grußwort von Dr. Hendricks findet sich hier.
Zu eben diesem Thema lässt sich einerseits berichten, dass erfreulicherweise weitere Personen dem Förderverein beigetreten sind und zum anderen Privatpersonen sowie Firmen das Vorhaben finanziell und / oder materiell unterstützt haben bzw. ihre Unterstützung zugesagt haben. Gemeinsam werden diese Interessierten zweifelsfrei helfen die ausgesprochen großen Herausforderungen, die die Sanierung des Hauses und seines Umfeldes mit sich bringen, zu meistern.

Im ersten Quartal konnte die statische Sicherung des stark abschüssigen Vorgartens durch den Einbau von knapp 400 Palisaden nahezu abgeschlossen werden. Diese aus recyceltem Kunststoff hergestellten Rundpfähle passen nicht nur farblich gut zur historischen Klingenfassade des unteren Hausgeschosses, sondern wurden ihrerseits zum zweiten Mal eingebaut, nachdem sie zuvor aus den Außenanlagen der ehemaligen Kalkarer Grundschule ausgebaut wurden.
Die Betondecken der beiden Kellerräume, die zwischen Haus und Deich liegen, wurden von allen Schichten ihres bisherigen Aufbaus befreit, neu aufgebaut und anschließend von einem Dachdeckermeisterbetrieb fachmännisch abgedichtet. Dadurch sollte die bisherige „Tropfsteinhöhle“ für lange Zeit keine Weiterentwicklung aufweisen und in den kommenden Monaten hoffentlich auch vollständig abtrocknen. Auch die Veranstaltungen betreffend geht es in diesem Jahr weiter. Derzeit ist eine Ausstellung von Werken des Kranenburger Künstlers Klaus Ebbers geplant, die ab dem 14. Juni beginnt und bis zur Veranstaltung Kalkar radelt (Sonntag, den 6. Juli) andauern wird. Der Tag des offenen Denkmals findet auch in diesem Jahr am zweiten Wochenende im September statt. Haus Haan wird sich am Sonntag, den 14. September beteiligen. Zudem sind Überlegungen angelaufen, auch in diesem Jahr an der Veranstaltung Kulturpfad Kalkar teilzunehmen, die am 27. und 28. September stattfinden wird.
Last but not least gilt es auch über eine sehr traurige Neuigkeit zu berichten. Karin Boßmann, Initiatorin und Gründungsmitglied des Fördervereins Haus Haan e.V., ist am 2. April verstorben. Mit ihr verliert unser Verein recht kurz nach seiner Gründung eins seiner hoch einsatzbereiten Mitglieder. Wir werden Karin ein ehrendes Gedenken bewahren und das Projekt in ihrem Sinne fortführen und vollenden.
Im Namen aller Mitglieder des Fördervereins Haus Haan e.V. wünsche ich Ihnen und Ihren Lieben schöne und besinnliche Osterfeiertage.
Lutz Kühnen
(Vorsitzender)