Bauherrschaft
Über die Bauherrschaft des Hauses, dass seit einiger Zeit als „Haus Haan“ immer bekannter wird, besteht keinerlei Zweifel. Es wurde nachweisbar in den Jahren 1931 und 1932 im Auftrag von Margarete Franziska Weingartz (* 1904 in Kellen, + 1997 im Krankenhaus Rees) und Herrn Ludwig Haan (* 1902 in Grieth, + 1966 im Marienhospital Grieth) errichtet. Nach Ihrer Hochzeit im August 1932 haben sie ihr schickes und sehr außergewöhnliche Eigenheim im Folgemonat bezogen. Dieser Umstand ergibt sich aus dem Abschnitt „Gebrauchsabnahme“ des Bauerlaubnisscheins Nr. 246, mit dem erklärt wurde zu beabsichtigen den Neubau am 10. September 1932 „in Benutzung zu nehmen“. Auch dieses Dokument wurde, wie nahezu alle anderen Dokumente, die damals zum Hausbau erforderlich waren, vom Ludwig Haan als „Der Bauherr“ unterschrieben.
Im Heft „25 Jahre Abitur (1973 – 1997) Städtisches Gymnasiums Kalkar“ finden sich einige Informationen zur beruflichen Tätigkeit Grete Haan. Von 1966 bis 1973 hat die Lyzeallehrerin* nebenberuflich die Fächer Deutsch, Textilgestaltung und Biologie gelehrt. In den Schuljahren 1973/74 und 1974/75 unterrichtete sie mit einer Teilzeitbeschäftigung von 12 Wochenstunden hauptberuflich, ehe sie im Alter von 71 Jahren aus dem Schuldienst ausschied.
* historische Bezeichnung für eine Lehrerin, die an einem Lyzeum (einer höheren Mädchenschule, insbesondere im 19. und frühen 20. Jahrhundert) unterrichtete.
